So mancher hat Angst vor dem Abbruch der künstlichen Ernährung bei einem Angehörigen. Auch Ärzte scheuen davor zurück. Dabei kann es sich dann durchaus um Körperverletzung handeln. Wenn nämlich die Lebensverlängerung gegen den Willen des Patienten passiert. Über einen solchen Fall hat Ende November das Landgericht München I verhandelt. Mehr lesen
MDK prüft Pflegeunternehmen nicht auf strafrechtliche Verfehlungen
Fünf ungeklärte Todesfälle gab es in einem Pflegeheim im Landkreis Haßberge (Unterfranken). Vor drei Wochen wurden Geschäftsführerin und Pflegedienstleiter des Heims unter dem Verdacht des Totschlags festgenommen. Seitdem mehrt sich die Kritik am Vorgehen der Behörden. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat sich die die oberste Ärztin des Bereichs Pflege beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) Bayern, Ottilie Randzio, am Freitag in Würzburg verteidigt. Zwar habe es seit einigen Jahren manifeste Mängel in der Pflegeeinrichtung gegeben, vom gesetzlichen Prüfauftrag her sei es dem MDK aber nicht möglich, strafrechtlichen Verfehlungen zu prüfen.
Abzocke älterer Menschen am Telefon: Landgericht Leipzig untersagt unlautere Praktiken
Schamlose Kaltakquise am Telefon und Abzocke älterer Menschen mit teuren Nahrungsergänzungsmitteln. Das wirft die Verbraucherzentrale Sachsen dem Dresdner Unternehmen MGN GmbH vor. Nun haben die Verbraucherschützer vor dem Landgericht Leipzig ein Urteil gegen das Unternehmen erstritten: Die MGN GmbH muss bestimmte unzulässige Vertragsklauseln und irreführende Werbung zukünftig unterlassen. Mehr lesen
Expertenstandard Dekubitusprophylaxe: Einbindung der Fachöffentlichkeit
Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) hat Anfang 2016 mit der zweiten Aktualisierung des Expertenstandards „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ begonnen. Nun liegt die Konsulationsfassung vor. Interessierte Personen aus Pflegepraxis und -wissenschaft sowie aus anderen Gesundheitsberufen haben vom 4.1.2017 bis zum 15.2.2017 die Möglichkeit, sich zur Aktualisierung zu äußern. Mehr Infos gibt es unter www.dnqp.de.
Für Pflegehilfs- und Betreuungskräfte: Pflege-Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2017 deutlich an!
Ab 1. Januar 2017 steigt der Mindestlohn in der Altenpflege für die gut 400 000 Pflegehilfskräfte der voll- und teilstationären sowie der ambulanten Altenpflege und für die nahezu 45 000 Betreuungskräfte erneut deutlich an. Das teilt der Arbeitgeberverband Pflege mit. Der Mindestlohn liegt dann bei 10,20 Euro je Zeitstunde im Westen und bei 9,50 Euro im Osten. Aktuell beträgt der Pflegemindestlohn 9,75 Euro in den alten und 9 Euro in den neuen Bundesländern. Zurzeit wird über eine Anschlussregelung für die Zeit ab 1. November 2017 verhandelt.
Reform der Pflegeberufe vor dem Aus?
Verschiedene Medien berichten darüber, dass es offenbar ziemlich viel Gegenwind für Bundesgesundheitsminister Gröhe (CDU) gibt. Dieser will die Pflegeberufe reformieren. Unter anderem soll die Generalistik kommen (Zusammenlegung von Kranken-, Kinder- und Altenpflege). Die CDU-Bundestagsfraktion, allen vor der Pflegeexperte Erwin Rüddel, rebelliert jedoch dagegen. Die Reform könnte die Nachwuchsprobleme in der Altenpflege verschärfen. Einen Hintergrundbericht gibt es bei tagesschau.de.