Gestern wurde im Bundestag über die Frage diskutiert, inwieweit der Staat die Sterbehilfe regulieren soll. Die Debatte wurde offen geführt, es gab keinen Fraktionszwang. Die teils sehr persönlichen Redebeitrage wären nur der Auftakt für eine länger angelegete (öffentliche) Diskussion. Ein Gesetzentwurf soll erst im Herbst nächsten Jahres verabschiedet werden. Wenn Sie die Debatte verpasst haben, dann können Sie diese in der Mediathek des Parlamentsfernsehens nachschauen – und zwar hier.
Sterbehilfe
CSU-Spitze positioniert sich: Gewerbsmäßige Sterbehilfe verbieten!
Auch Ärzte sollen keine Beihilfe zur Selbsttötung geben dürfen. Das hat der CSU-Vorstand in einem Positionspapier beschlossen, das auf dem kommenden Parteitag als Leitantrag beschlossen werden soll. „Unsere Richtschnur ist: Schutz des Lebens von seinem Beginn bis zu seinem Ende“, betonte Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer, unter dessen Leitung das Positionspapier erarbeitet wurde. Viele Menschen seien besorgt um ihre Autonomie am Lebensende. „Wir nehmen diese Überlegungen auf und entwickeln Lösungsvorschläge“, so Singhammer. Ein Ansatz sei beispielsweise der Ausbau der Leistungen gesetzlichen Krankenversicherung für Palliativmedizin und Hospize. Dem greift die Regierungskoalition insoweit vor, als sie gestern, nach Medienberichten, beschlossen haben soll, die ambulante Palliativmedizin auszubauen.
Bundestag diskutiert über Sterbehilfe
Seit Monaten wird intensiv um eine Regelung zur Sterbehilfe diskutiert. An diesem Donnerstag nun wird im Deutschen Bundestag endlich über die verschiedenen Vorschläge diskutiert. Für eine liberale Regelung tritt eine Gruppe um den CDU-Abgeordneten und Bundestagsvizepräsident Peter Hintze ein. Die taz erläutert deren Vorschlag.
Gewerbliche Sterbehilfe erlauben?
Nach der Sommerpause wird der Deutsche Bundestag über die gewerbliche Sterbehilfe beraten. Die Berliner Zeitung taz hat die Positionen von CDU, SPD und Grünen prägnant zusammengetragen.