Umsetzungsstrategie für entbürokratisierte Pflegedokumentation online

Ziel des GKV-Spitzenverbandes, des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) und der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege e. V. (BAGFW) war es, zeitnah mit der Entbürokratisierung der Pflegedokumentation zu starten und die in diesem Kontext vorliegenden Erfahrungen in die Praxis umzusetzen. Daher haben die drei Verbände mit Unterstützung des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, bereits im Sommer des vergangenen Jahres die Erarbeitung einer Implementierungsstrategie durch Elisabeth Beikirch in Auftrag gegeben. Pünktlich zum Start des Projektbüros des Pflegebeauftragten, welches die ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen in ganz Deutschland bei der Umsetzung einer neuen, „schlanken“ Pflegedokumentation unterstützen wird, stellen die drei Organisationen den Abschlussbericht zu der Implementierungsstrategie online zur Verfügung. Ab sofort kann dieser von den Homepages des GKV-SV, des bpa und der BAGFW heruntergeladen werden.



Anhand des Dokumentes wird die gewaltige Dimension dieses Vorhabens deutlich – die erforderlichen Strukturen, die wissenschaftliche Begleitung und das Zusammenwirken von den Einrichtungen über die Landes- bis zur Bundesebene.

25 Prozent der Pflegeunternehmen sollen beteiligt werden

Interessierte können sich ein konkretes Bild davon machen, was für die kommende Monate alles geplant ist: Beispielsweise sollen von den knapp 25.000 Pflegediensten und -einrichtungen in Deutschland mindestens 25 Prozent, also 6.175, für eine Teilnahme gewonnen werden, sich aktiv an der „Abspeckung“ der Bürokratisierung zu beteiligen. Knapp 650 Multiplikatoren werden, nachdem sie selbst einen Lehrgang durchlaufen haben, ab diesem Jahr dafür verantwortlich sein, Schulungen durchzuführen, Konzepte zu entwickeln und zu koordinieren sowie juristische Aspekte zu erläutern – alles vor dem Hintergrund, die Zielvorgaben zu erreichen.

Mammutprojekt

„Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass es sich hier um ein Mammutprojekt handelt. Deshalb haben wir hierfür eine Expertise erstellen lassen, um eine gemeinsame Grundlage zur sofortigen Umsetzung in die Praxis zu haben und bei Aufnahme der Arbeit seitens des Projektbüros unverzüglich gemeinsam mit der Umsetzung beginnen zu können“, erklären Dr. Monika Kücking, Leiterin der Abteilung Gesundheit beim GKV-SV, Bernd Tews, bpa-Geschäftsführer, und BAGFW-Geschäftsführer Gerhard Timm gemeinsam.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung des GKV-Spitzenverbandes, des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) und der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege e. V. (BAGFW) vom 19.1.2015

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