Sektorenübergreifende Pflegeakte: In Ingolstadt telemedizinisches Projekt gestartet!

RA Thorsten Siefarth - LogoFür Ingolstadt und Umgebung wurde das telemedizinische Netzwerk „SPEED“ gestartet. Ärzte sollen „durch einen Klick“ Zugang zu den Patientendaten haben. Das Projekt hat den Namen „SPEED – Sektorenübergreifende Pflegeakte zur effizienten Pflegedokumentation und Versorgung“. Die Bayerische Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml erläuterte am Sonntag: „Durch moderne Kommunikationsmedien ist der Arzt frühzeitig informiert, wie es seinem Patienten geht. Erkrankungen können schneller erkannt und behandelt werden. Manch ein beschwerlicher Praxisbesuch bleibt dem Pflegebedürftigen und seinen Angehörigen durch ein Telekonsil erspart.“



Ziel des Anfang Dezember gestarteten Projektes ist es, die Pflegeeinrichtungen mit den niedergelassenen Haus- und Fachärzten zu vernetzen sowie Fahrten zum Facharzt zu reduzieren oder sogar zu vermeiden. Außerdem sollen Krankenhausaufenthalte verringert und die Verschreibung von Medikamenten reduziert werden. Huml unterstrich: „Telemedizin wird zwar nie menschliche Wärme oder ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis ersetzen. Die technischen Möglichkeiten unterstützen aber die Arzte und Pflegekräfte in ihrem Bemühen um die bestmögliche Versorgung der Pflegebedürftigen.“

Das Bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium fördert das Projekt bis Februar 2017 mit knapp 290.000 Euro. Projektträger ist „GO IN“, ein Praxisnetz, zu dem sich niedergelassene Ärzte aller Fachrichtungen (insgesamt 440 Mitglieder) zusammengeschlossen haben. Nach dem Projektende wird geprüft, inwieweit die Menschen in ganz Bayern von den Ingolstädter Lösungsansätzen profitieren können.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Gesundheits- und Pflegeministeriums vom 14.12.2015

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